19.09.2026 / 1. Herren
Drei Tore, drei Punkte, zu Null: Unsere 1. Männer belohnen sich beim FSV Optik Rathenow für einen starken Auftritt und nehmen mit einem verdienten 3:0-Erfolg die Punkte mit nach Zehlendorf.
Dabei hätte die Partie kaum früher einen ersten Weckruf liefern können.
Bereits in der 1. Minute tauchte Rathenow gefährlich vor unserem Tor auf. Im Eins-gegen-eins blieb Liam Brenn jedoch lange stehen, machte sich groß und entschärfte die Situation überragend.
Ein früher Moment, der im weiteren Verlauf noch wichtig werden sollte.
Denn anschließend arbeitete sich Hertha 03 immer besser in die Partie. Die Abstände stimmten zunehmend, die Kombinationen wurden sicherer – und mit dem Ball entwickelte unsere Mannschaft immer mehr Lösungen.
In der 16. Minute folgte die Belohnung.
Über Hellwig, Kruska und Dovenon kombinierte sich Hertha 03 stark durch. Dovenon legte zurück auf Ögüt – und der nahm den Ball direkt und setzte ihn technisch stark in den rechten Winkel.
Ein Treffer, der sichtbar etwas freisetzte.
Plötzlich war noch mehr Energie im Zehlendorfer Spiel. Mehr Überzeugung in den Aktionen, mehr Konsequenz in den Zweikämpfen und immer wieder gute Lösungen mit Ball.
Kurz vor der Pause wurde es dann erneut richtig stark.
Was anschließend kommt, hatte durchaus etwas von einem gewissen englischen Nationalstürmer: wenige Kontakte, starkes Eindrehen und dann der saubere flache Abschluss in die linke Ecke.
Harry-Kane-Movement in Rathenow?
Wir wollen nicht übertreiben.
Aber stark war es trotzdem.
Mit der Zwei-Tore-Führung ging es in die Kabine – und auch nach dem Seitenwechsel blieb Hertha 03 konzentriert.
Rathenow versuchte immer wieder, über lange Bälle, Standards und Hereingaben gefährlich zu werden. Doch genau dort zeigte Liam Brenn einen richtig starken Auftritt. Bei hohen Bällen, Freistößen und Eckbällen strahlte unser Keeper enorme Sicherheit aus, kam entschlossen aus seinem Tor und beherrschte seinen Strafraum.
Und hinten stand weiter die Null.
In der Schlussphase suchte Hertha 03 weiter den Weg nach vorne.
Zunächst fehlten nur Zentimeter: Nach Vorlage von Kruska verfehlte Yildirim das Tor knapp.
Doch nur Sekunden später ging es erneut über Kruska.
Der Ball kam lang auf Matthias Steinborn, der nicht lange fackelte. Innenseite. Scharf. Langes Eck.
So muss das sein.
Spätestens jetzt war klar: Diese drei Punkte fahren mit nach Zehlendorf.
Es war kein Sieg, der unserer Mannschaft einfach in den Schoß gefallen ist.
Hertha 03 hat sich in diese Partie hineingearbeitet.
Nach Brenns wichtiger Parade direkt zu Beginn wurde das eigene Spiel von Minute zu Minute sicherer. Mit dem ersten Treffer war dann spürbar, wie viel Energie plötzlich freigesetzt wurde.
Die Mannschaft wurde mutiger, griffiger und konsequenter.
Und genau diese Energie blieb nicht nur bei der Startelf.
Das vielleicht schönste Detail dieses Nachmittags steht deshalb ganz am Ende:
Gerade dieses Zu-Null darf sich unsere gesamte Defensive auf die Fahne schreiben – mit einem Liam Brenn, der früh im Eins-gegen-eins zur Stelle war und danach bei langen Bällen und Standards immer wieder Präsenz, Ruhe und Sicherheit ausgestrahlt hat.
Nach zuletzt schwierigen Ergebnissen war das in Rathenow vor allem eines:
Weiterarbeiten. Zusammenbleiben. Energie mitnehmen.