12.05.2017 / Verein

"Stolle" wird 65

Herzlichen Glückwunsch

Kinder, wie die Zeit vergeht. Norbert Stolzenburg bekam sich vor Freude kaum noch ein, jubelte voller Überschwang über einen seiner zahlreichen Treffer und schlug sogar technisch fein einen Purzelbaum. Hatte er nicht gerade eben noch im Finale um die Deutsche Juniorenmeisterschaft gegen den hohen Favoriten TuS Altrip den schnellen 0:2-Rückstand für seine Zehlendorfer zum 2:2 ausgeglichen und damit den Grundstein für den sensationellen Meistertitel (Endstand 3:2) gelegt? Nein, das spielte sich im Sommer 1970 ab, „Stolle“ war gerade einmal 18 Jahre alt, heute steht tatsächlich die „65“ auf seiner Geburtstagstorte.

Der Verein gratuliert ganz besonders herzlich, weil „Stolle“, obwohl er viele Jahre auch für Tennis-Borussia (aber auch Eintracht Braunschweig 1976/77 und den MSV Duisburg 1977/78) gespielt hat, im Herzen immer ein Zehlendorfer geblieben ist. Kaum ein Wochenende vergeht, an dem sich „Stolle“ nicht am Siebenendenweg blicken lässt, um sich ein Spiel anzuschauen. Auch spendet er regelmäßig für die Jugendabteilung und es macht für ihn auch kaum einen Unterschied, ob dabei die 1. Männermannschaft, die „Zweite“ oder ein Juniorenteam beteiligt ist.

Nach dem Juniorenmeistertitel 1970 wechselte „Stolle“ zusammen mit seinem Jugendfreund Peter Hanisch ins Regionalliga-Team der Zehlendorfer, das soeben unter Trainer Gerd Schulte an der Aufstiegsrunde zur Fußball-Bundesliga bechtliche Resultate erzielt hatte. Die folgenden Jahre wurden für den Vollblutstürmer eine einzige Erfolgsstory. Von 1970/71 bis 1972/73 spielte er in der Regionalliga für Hertha 03, wurde 1973 Torschützenkönig der Regionalliga (75 Treffer in 85 Partien in 3 Jahren) für die Zehlendorfer – mit 21 Jahren! Kein Wunder, dass dies Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen weckte. So wechselte er zur Saison 1973/74 zu Tennis-Borussia, holte wieder die Torjägerkanone und stieg mit den „Veilchen“ sogar in die Bundesliga auf. Seine 13 Treffer konnten zwar den Abstieg der Borussen aus dem Oberhaus nicht verhindern, doch „Stolle“ war wieder zur Stelle, als der sofortige Wiederaufstieg gelang: 27 Treffer standen für ihn zu Buche waren. Sie nicht nur maßgebend für den Erfolg, sie sicherten ihm auch die Torjägerkrone der 2. Liga Nord 1975/76 und ermöglichten im Anschluss den Wechsel zum damaligen Bundesliga-Spitzenteam von Eintracht Braunschweig, wo er jedoch ebenso nicht ganz glücklich wurde wie ein Jahr später beim MSV Duisburg. Heimweh zog ihn 1978/79 nach Berlin zurück. Für Tennis-Borussia spielte er noch vier Jahre in der 2. Bundesliga, bis er beim Traber FC seine aktive Laufbahn ausklingen ließ.

Kaum einer erfüllt seinen eigenen Leitspruch „Einmal Zehlendorfer, immer Zehlendorfer“ so sehr wie „Stolle“ selbst. Alles Gute, lieber „Stolle“ - bis demnächst am Siebenendenweg!

Aus Anlass von "Stolles" 65. Geburtstag haben wir im Archiv (siehe "Verein" - "Erfolge & Chronik") einen Filmbeitrag über die Endrunde zur Deutschen Juniorenmeisterschaft eingestellt.