09.07.2017 / 1. Herren

Sp.Vg. Blau-Weiss 90 - F.C. Hertha 03 0:2 (0:0)

Der Peter-Hanisch-Gedächtnispokal ist wieder daheim

„Die Null steht!“ Selbst Huub Stevens hätte anerkennend genickt, angesichts der Defensivarbeit unserer neuformierten Oberligamannschaft. Auch die Sp.Vg. Blau-Weiss 90, der designierte Meisterschaftsfavorit der Berlin-Liga blieb im Finale um den Peter-Hanisch-Gedächtnispokal ohne zählbaren Erfolg.

Die erste Halbzeit stand unter dem Motto: „Savety first!“ Beide Mannschaften legten größten Wert auf Absicherung und boten dem Kontrahenten nicht den Hauch einer Unsicherheit. So plätscherte das Spiel ohne nennenswerte Höhepunkte dahin, von sporadischen Vorstößen von Vassiliadis (H03) und Freitag (BW) einmal abgesehen. Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff legten dann doch die Blau-Weissen ihre Zurückhaltung ab und tauchten mit Rehbein zwei Mal gefährlich vor dem Tor auf. Den ersten möglichen Einschlag konnte allerdings Torhüter Sprint mit einer reflexartigen Fußabwehr klären und zwei Minuten später jagte Rehbein den Ball, nach Zuspiel von Freitag, am langen Pfosten vorbei.

Nach der Pause wurde das Spiel um einiges lebhafter. Nun war es die Arsovic-Elf, die sich vielversprechende Möglichkeiten herausspielte. In der 47. Minute bekam Timur Gayret den Ball von Huke perfekt in den Lauf, der Ball ging aber deutlich über das Gehäuse. Fünf Minuten später versuchte sich Vincetic mit einem Schuss aus spitzen Winkel, der Ball konnte aber noch durch einen Abwehrspieler ins Toraus gelenkt werden. Der Erfolg der Zehlendorfer Angriffsbemühungen ließ aber nicht lange auf sich warten. In der 55. Minute wurde Timur Gayret, nach einer schnellen Kombination mit Huke, im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Sebastian Huke souverän. Der Rückstand tat natürlich dem Berlinligisten spürbar weh. Nachdem dann auch noch Matthias einen Freistoß aus vielversprechender Position in der 63. Minute in die Zehlendorfer Mauer jagte und Soltanpour in der 71. Minute wieder am glänzend reagierenden Sprint scheiterte, war die Moral der Tempelhofer endgültig gebrochen. In der 74. Minute bediente Darius Niroumand mit einem geilen Pass in Tiefe den startenden Huke, der seinem Ruf als Torjäger wieder einmal gerecht wurde und den Ball am chancenlosen Pruschke ins Tor schob. Dass die „Null“ am Ende tatsächlich noch Bestand hatte, war Vassiliadis zu verdanken, der in der 84. Minute den Ball, nach einem Schuss von Soltanpour, noch vor dem Überqueren der Torlinie wegschlagen konnte.

Als dann bei der Siegerehrung der Wanderpokal durch Jürgen Hanisch und Manfred „Pepi“ Schlesiona an den Zehlendorfer Kapitän Schröder überreicht wurde, sah man auf Seiten des Siegers in zufriedene und glückliche Gesichter.

Hertha 03 spielte mit: Sprint - Vassiliadis, Schröder, Rüb (46. Dombrowe), Binting - Vincetic (64. Bokake-Befonga), Niroumand, Stein, Gayret (56. Zellner) - Vetter, Huke (79. Amm)

Tore: 0:1 (55. Huke), 0:2 (74.) Huke


Spiel um Platz 3:

Im Spiel um den dritten Platz sorgte der FC Stern Marienfelde gegen BFC Preussen, den letztjährigen Titelträger des Peter-Hanisch-Gedächtnisturniers für eine große Überraschung. Nachdem es schon in der ersten Halbzeit vor beiden Toren turbulent zuging und die favorisierten Preussen einen 5:3-Vorsprung herausspielen konnten, musste man im zweiten Abschnitt selbst noch zwei Gegentore schlucken. Das anschließende Elfmeterschiessen konnten die "Sterne" (nach gefühlten 15 Schützen auf beiden Seiten) mit 3:4 zu ihren Gunsten entscheiden.

Der F.C. Hertha 03 Zehlendorf und die Organisatoren des Peter-Hanisch-Gedächtnisturniers bedanken sich bei allen teilnehmenden Mannschaften für die jederzeit fairen Spiele und wünschen allen eine erfolgreiche Saison 2017/18. Ein Dank geht auch an die vier Schiedsrichterkollektive, die zu einem reibungslosen Ablauf des Turniers ihren, nicht unwesentlichen, Beitrag leisteten.
Der ganz besondere Dank gebührt aber auch an dieser Stelle Marco Wendt und seiner Crew, die sowohl am Ausschank, als auch am Grill einen perfekten Job machten und Hans-Karsten Stolze, der an beiden Tagen unermüdlich im Einsatz war. Danke auch an unsere Mannschaftbetreuerin Gudrun Hinze, die neben ihrer eigentlichen Tätigkeit, schon weit vor Turnierbeginn und lange nach dem Turnierende, immer eine helfende Hand hatte. Natürlich bedanken wir uns auch bei Peter "Ete" Gieseler, Rainer Kliem und Klaus Krämer, für ihre Tätigkeit an der Stadionkasse.
Danke auch an Udo Meyer, der den Bierwagen kostengünstig anlieferte und an Lutz Bande für die Bereitstellung der Biertischgarnituren.